Harburg – Das marode Harburg-Center ist verkauft. Endlich. Damit geht eine Hängepartie dem Ende entgegen. Wenn es gut läuft, werden in einem knappen Jahr die Abrissbagger anrücken.

An der Stelle sollen Wohnungen und eine Ladenzeile im Erdgeschoss, sowie eine Tiefgarage entstehen. Das Gebäude wird in etwa die selbe Größe wie das jetzige Harburg-Center haben.

Es war wohl das beste Geburtstagsgeschenk, das Bezirksamtsleiter Thomas Völsch am Donnerstag bekam. Nach einem jahrelangen hin und her, immer wieder geplatzen Notarterminen und immer neuen Ankündigungen, die sich als Blasen erwiesen, wurde die Unterschrift unter den Kaufvertrag des Harburg-Center gesetzt. Neuer Eigentümer ist die BPD Immobilienentwicklung GmbH, ein unabhängiger Immobilienentwickler mit europäischem Hintergrund, der stark in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland vertreten ist. Dahinter steht die niederländische Debo-Bank. Eingefädelt wurde der Deal von Imentas, einer Beratungsfirma auf dem Immobiliensektor mit Sitz im Binnenhafen, deren Geschäftsführer Heinrich Wilke ist.

Der Projektentwickler hat bereits konkrete Pläne. Vor knapp einem Jahr hatte die Bezirksversammlung die Weichen gestellt, indem sie Wohnungsbau an der Stelle favorisierte. Wermutstropfen, die Freitreppe, die erst kürzlich im Rahmen eines Wettberwerbs geplant wurde, soll kommen. Das könnte sich als Sand im Getriebe erweisen. Stoppen wird es das Projekt nicht. Problematisch sind auch die Eigentumsrechte. Die Fläche, auf der das 1984 gebaute und seit 2007 weitgehend leerstehende Harburg-Center steht, ist Pachtland.

„Ich hoffe, dass die leerstehende Immobilie in der Harburger Innenstadt jetzt zügig beseitigt wird und freue mich auf einen architektonisch ansprechenden Neubau. Dies würde auch der Entwicklung  der Seevepassage und der Lüneburger Straße helfen", sagt Bezirksamtsleiter Thomas Völsch.