Promotion - Online-Bewertungsportale, Feedbackbögen, Befragungen von Krankenkassen – Möglichkeiten, einem Arzt die Meinung zu sagen hat man als Patient so einige. Doch

Dr. Alexander Krueger, Chef der Orthopädie am Krankenhaus Groß-Sand, ist überzeugt: „Wenn wir erfahren wollen, wie zufrieden die Patienten sind und was wir vielleicht besser machen können, ist ein persönliches Gespräch durch nichts zu ersetzen.“

Alle Jahre wieder lädt er seine Patienten daher zum adventlichen Kaffeeklatsch. Sich nach der Entlassung noch einmal mit dem Chefarzt austauschen? Mit ihm in lockerer Runde Kaffee und Kuchen genießen? „So etwas habe ich noch nie erlebt“, erzählte eine 76-jährige Dame ihrer Nachbarin an den festlich gedeckten Kaffeetafeln im Wilhelmsburger Bürgerhaus – dieses Jahr der Ort des Wiedersehens zwischen Chefarzt und Patienten. „Wir wissen doch alle, wie hektisch es im Klinik-Alltag oft zugeht und wieviel Ärzte und Pflegekräfte tagtäglich leisten.“ Doch Krueger entgegnet: „Persönliches Feedback hat für mich trotz vollen Terminkalenders oberste Priorität! Ich möchte aus erster Hand erfahren, wie es meinen Patienten nach der Operation ergangen ist – und ob es Dinge gibt, die wir verbessern können.“ Die Lösung: Der jährliche Adventskaffee mit allen Patienten des endenden Jahres.

Moderne Technik

Kam es nach der OP zu Komplikationen? Wie ist das aktuelle Befinden? Wie zufrieden sind Sie mit unserer Arbeit? Diese Fragen ließen sich während der Kaffeerunde dank moderner Technik unkompliziert und anonym beantworten: Jeder Gast hatte eine Fernbedienung

zur Hand und konnte sein Feedback per Klick geben – das Ergebnis erschien in Echtzeit an der Wand. Für Krueger und Kollegen erfreulich: 96% der Befragten bewerteten die Arbeit der Abteilung mit sehr gut (78%) oder gut (18%). „Ein tolles Ergebnis“, so der Arzt, der gleichzeitig betonte: „Ich bitte alle, die nicht voll und ganz zufrieden waren, auf mich zuzukommen. Sagen Sie mir, wo Sie noch Verbesserungsbedarf sehen!“
Doch die positive Stimmung blieb. In weihnachtlicher Atmosphäre war Zeit zum Klönen. Nicht selten waren fast verloren geglaubte Hobbys das Thema am Tisch: „Dieses Jahr kann ich an Silvester zum ersten Mal seit Jahren wieder auf eine Tanzveranstaltung!“, freut sich ein 82-Jähriger Herr. „Swing, Foxtrott und Walzer mit meiner Frau – das wird großartig!“