BeachclubLHarburg –  Es hörte sich alles so einfach an: Wenn der Beachclub sein Areal am Veritaskai räumen muss, zieht er eben ein Stück weiter westlich an den Kanalplatz Ecke

Blohmstraße. In der Praxis ist alles viel komplizierter. Einen kleinen Blick hinter die Kulissen dieses ach so einfachen Umzugs gewährt die Antwort von Bezirksamt und Finanzbehörde auf eine Anfrage der früheren Linke-Bezirksfraktionschefin Sabine Boeddinghaus.

Da erfährt die staunende Öffentlichkeit, dass das neue Grundstück „etwa Mitte März 2015“ geräumt sein wird. Aha, also ein Stück Planungssicherheit für Betreiber Heiko Hornbacher? Von wegen! Ob der Termin wirklich gehalten werden kann, hänge davon ab, wann die jetzigen Nutzer des Grundstücks – zwei Bauunternehmen und „eine behördliche Einrichtung“ – ihre Ersatzgrundstücke beziehen. Wenn sie es nicht rechtzeitig schaffen, muss Hornbacher sehen, wo er seinen ganzen „Kram“ lässt. Denn am alten Standort soll er seine Sachen möglichst schnell packen.

Kein Wunder, dass CDU-Chef Ralf-Dieter Fischer, Schwager von Hornbacher und schon deshalb mit umfassenden Blick hinter die Kulissen vor wenigen Tagen die Chancen für einen Beachclub an der Ecke Blohmstraße/Kanalplatz mit „null“ einschätzte.

Für Staunen dürfte auch die Begründung sorgen, weshalb die Finanzbehörde für die Neuverpachtung der Ersatzfläche nicht auf einer Ausschreibung bestanden hatte. Die Antwort: „Weil es für diese Fläche keine weiteren Interessenten gab.“ Hafenbarde Werner Pfeifer, der als Einziger ein Konzept für die alte Fischhalle in der Nachbarschaft vorgelegt hatte, wartet seit mehr als einem Jahr darauf, die Halle zu kaufen. Das hat sich verzögert, weil die Finanzbehörde hier unbedingt eine Ausschreibung will, damit aber nicht so recht in die Puschen kommt. ag

Veröffentlicht 11. März 2015