100209KahlschlagWilhelmsburg - Die Internationale Gartenschau (IGS) bekommt es mit der Polizei zu tun. Wegen der Abholzung von Bäumen hat die örtliche Basisorganisation der Partei Die Linke Strafanzeige gegen

 die Verantwortlichen gestellt. Der Vorwurf: Seit Herbst seien bereits 749 Bäume gefällt worden. Dabei habe man mehrfach gegen die Naturschutzgesetze verstoßen. Jetzt sollen weitere Bäume gefällt werden. Kritik wegen der Abholzung gibt es an der IGS auch von Marianne Groß vom Verein Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg. „Wir haben den Eindruck, dass hier Landschaft neu erfunden werden soll, statt mit dem Bestand zu planen“, sagt sie. Eine Internationale Gartenschau, deren Markenzeichen „Kahlschlag“ sei, dürfe es nicht geben.

Laut IGS werden auf dem 100 Hektar großen Gelände, auf dem die Gartenschau stattfindet und auf dem ein „Park der Zukunft“ entsteht, 2235 von rund 10.000 Bäumen abgeholzt. 586 Bäume fallen für Landschaftsbaumaßnahmen, 508 Bäume müssen für das neue Schwimmbad weichen. 465 Bäume stehen den Arbeiten der Kampfmittelräumer im Weg. 294 Bäume die in Gräben stehen, müssen weg, weil sie die Entwässerung verhindern und 382 Bäume werden für den Bau von Brücken und Gräben gefällt.

Die IGS verweist darauf, dass für jeden gefällten Baum ein Ausgleich geschaffen werde. 545 Bäume werden neu gepflanzt. Dazu kämen 13.060 Quadratmeter so genannte „flächige Baumpflanzungen“ und 22.880 Quadratmeter  „flächige Gehölzpflanzungen“. zv