130210TatortHarburg – Messerstecherei in der Amalienstraße. In der Nacht zum Sonntag kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen Mehmet Y. (30) und

Ünüt U. (31). Auslöser war ein Familienstreit gewesen. Der 31-Jährige erlitt mehrere Stichverletzungen im Rücken. Der Messerstecher flüchtete. Er stellte sich später der Polizei.

In Buxtehude hatte die Tat ihren Ausgangspunkt. Ünüt U. war dort mit seiner Freundin zu Besuch bei deren Schwester. Dort gab es den Streit mit deren Ehemann Mehmet Y.. Zunächst waren der 31-Jährige und seine Freundin weggefahren. Nach kurzer Zeit erreichte das eine SMS. Sie kam von Mehmet Y., der darin schrieb, dass er die Angelegenheit „unter Männern“ regeln wolle. Treffpunkt: Die Kehre in der Amalienstraße (Foto).

Was Mehmet Y. unter einer Regelung „unter Männern“ verstand, bekam der 31-Jährige sofort zu spüren. „In Harburg angekommen, wurden sie bereits von dem Tatverdächtigen erwartet, der sofort mit einem Messer auf den 31-Jährigen einstach“, so Hauptkommissar Andreas Schöpflin. In Todesangst flüchtete Ünüt U. vor dem Angreifer. Der verfolgte den Mann noch ein Stück, ließ dann aber von ihm ab und flüchtete mit seinem Wagen.

Der Verletzte schleppte sich bis zur Polizeiwache in die Lauterbachstraße. Von dort kam er unter Notarztbegleitung ins Krankenhaus. Lebensgefahr besteht für ihn nicht.

Die Staatsanwaltschaft wertete den Messerangriff als versuchtes Tötungsdelikt. Mehmet Y. stellte sich später in Beisein eines Anwaltes der Polizei. Zu den Tatvorwürfen machte er keine Angaben. In Untersuchungshaft kam der Mann nicht. Offenbar wird ihm im juristischen Sinne ein „Rücktritt von der Tötungsabsicht“ zugesprochen, weil er sein Opfer zunächst verfolgte, dass aber nicht erneut zustach. zv