091010KunstHarburg - Wahnsinn. Fantastisch. Einfach super. So wird von Besuchern das Werk von Tatzu Nishi beschrieben. Er hat die Harburger Rathausuhr in ein "Wohnzimmer" integriert. Das Ergebnis verblüfft und überrascht. Denn jeder steigt die 20 Meter zu dem Raum auf dem Gerüst mit ganz eigenen Erwartungen hinauf, bevor er durch eine schmale Tür den das Kunstwerk betritt, um dann der 113 Jahre alten Uhr und den beiden flankierenden Figuren gegenüber zu stehen. Nur so viel. Der Aufstieg lohnt sich. Selbst weniger Kunstinteressierte dürften der Anblick und die gelungene Integration begeistern.
Ganz in der Nähe ermöglicht die Kunst den Harburgern einen Blick in Hamburgs größten Atombunker zu werfen, in dem Julia Bünnagel unter dem Titel "All Those Tomorrows" eine Installation realisierte. Ivan Moudov schließlich hat in dem ehemaligen Spielcasino am Lüneburger Tor Ecke Lüneburger Straße ein Stück Ostblock entstehen lassen, in dem er Werke präsentiert.
Die sechs unter dem Motto "10° Kunst. Harburger Berge" geschaffene Werke werden bis zum 1. November zu sehen sein. Geöffnet sind die einzelnen Stationen Mittwoch bis Sonntag in der Zeit von 14 Uhr bis 18 Uhr. Jeden Sonntag finden ab 15 Uhr Stadtspaziergänge entlang der Kunstwerke statt. Startpunkt ist der Kunstverein.