Harburg - Weil er das ihm von einem Familienmitglied anvertraute Geld für sich selbst "verbraten" hatte, hat ein 27-Jähriger einen Überfall erfunden. Er hatte behauptet am 11. März um kurz nach 9 Uhr im Abgang zum Fußgängertunnel, der Sand und Rathausplatz verbindet, von zwei Männern angegriffen und niedergeschlagen worden zu sein. Dann hätten sie ihm eine Umhängetasche entrissen, in der das Geld war.

Die Geschichte hatte der Mann so glaubhaft geschildert, dass die Polizei davon ausging, dass er die Wahrheit sagte. Knapp eine Woche nach dem angeblichen Überfall kam der 27-Jährige zur Wache und gab zu, dass er die Tat frei erfunden hatte. Jetzt hat er doppelt Ärger. Die Kripo ermittelt gegen ihn wegen Vortäuschens einer Straftat. Seiner Familie muss erklären, dass er das ihm anvertraute Geld, immerhin ein fünfstelliger Betrag, veruntreut hat. zv