Vortrag im Harburger Museum

Harburg - Im Rahmen der Sonderausstellung EisZeiten hat das Archäologische Museum in Harburg und das Museum für Völkerkunde Hamburg eine

spannende Vortragsreihe für die Besucher zusammengestellt. Archäologen, Historiker, Volkskundler, Geologen und Restauratoren berichten über ihre aktuellen Forschungen zur frühesten Menschheitsgeschichte.

Am Donnerstag, 17. November, ist Professor Dr. Harald Floss von der Universität Tübingen in Harburg zu Gast. Sein Vortrag trägt den Titel "Wie der Mensch vor 40.000 Jahren die Kunst erschuf".

Künstlerische Äußerungen des Homo Sapiens hat es schon früh gegeben. Aus Afrika stammen die bisher ältesten, etwa 85.000 Jahre alten abstrakten Ritzungen auf Ocker-Felsen. Höhlenmalereien oder geschnitzte Kleinkunstwerke treten dann erstmals während der letzten Eiszeit in Mitteleuropa in Erscheinung: So entstand während des Aurignaciens vor etwa 40.000 Jahren die älteste figürliche Kunst der Menschheit auf der Schwäbischen Alb; bekannt sind aus diesem Zusammenhang beispielsweise eine weibliche Figur, die "Venus vom Hohle Fels", sowie zahlreiche vollplastische Tierfigürchen.

Ausgehend von den spektakulären Elfenbeinfiguren der Schwäbischen Alb beleuchtet der reich bebilderte Vortrag die Frühphase der Eiszeitkunst und versucht zu erklären, warum in dieser Zeit erste Skulpturen, Höhlenmalereien und Gravierungen entstanden.

Der Vortrag beginnt um 18 Uhr am Harburger Rathausplatz 5. Der eintritt kostet vier, ermäßigt drei Euro. Um Anmeldung unter der Telefonnummer 040/42871-2497 wird gebeten. (cb)