151207Nikolaus1Harburg - Der Nikolaus ist ein echter Seebär: Trotz starker Windböen machte er sich am Sonntag beim Nikolausmarkt im Binnenhafen per Schiff zu den wartenden Kindern

auf. Gemeinsam mit seinem Engel Lara, der das Steuer der "Dark Princess" fest in der Hand hielt, legte Nikolaus Adrian einen spektakulären Auftritt beim ersten Nikolausmarkt des MuseumsHafens Harburg hin.

Mehrere hundert Eltern, Kinder und Besucher warteten bei strahlendem Sonnenschein bereits an der Kaimauer am Lotsekai. Endlich hob sich die Klappbrücke an der Blohmstraße. Feuerwehr und Schiffe ließen ihre Sirenen mit lautem Getöse ertönen.

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Über das Wasser kam der Nikolaus in den Binnenhafen. Foto: cb

Nach einer kleinen Runde vor dem Wohnschiff "Transit" machte der Kutter an der Kaimauer fest. Jetzt schlug die Stunde von Gorch von Blomberg, der bereits in der Kanzel des Kulturkrans Platz genommen hatte.

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Der riesige Sack wird mit dem Kran angelandet. Foto: cb

Mit dem Kran wollte er den riesigen Nikolaussack an Land hieven. Gerade bei dem starken Wind an diesem Tag kein leichtes Unterfangen. Doch die Mission war erfolgreich: Kaum hatte der riesige Nikolaus-Sack - nach Angaben der Veranstalter wohl der Größte in ganz Hamburg - festen Boden unter den Füßen, stürmten die Kinder herbei, und ließen sich Mützen und Stiefel von Nikolaus und Engel mit Nachkram befüllen - ein Riesenspaß für die Kinder.

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Gedränge am Kai: Der Nikolaus wurde von den Kindern umringt. Foto: cb

Zufrieden konnten auch die Veranstalter vom MuseumsHafen Harburg mit ihrem ersten Schwimmenden Nikolausmarkt sein: Viele Besucher nutzten das milde Winterwetter für einen Abstecher zu dem Fest im Binnenhafen. Die Feuerwehr grillte Würstchen, es wurde leckerer Glühwein und Fisch-Spezialitäten angeboten. Für die Kinder gab es Märchenstunden in der KulturWerkstatt, die Erwachsenen konnten mit Experten bei den Nikolaus-Spaziergängen den Binnenhafen näher kennenlernen.

Später wurde Live-Musik im Kranwaggon geboten: Unter anderem der PopChor Supersonic und Hafenbarde Werner Pfeifer rundeten mit ihren Darbietungen das Programm des ersten Schwimmenden Nikolausmarkts im Harburger Binnenhafen ab.

„Im Wesentlichen hat alles wirklich gut funktioniert. Klar gab es einige Kleinigkeiten, die noch besser hätten laufen können, aber insgesamt war es eine tolle Leistung der Vereinsmitglieder und eine wirklich schöne Kooperation mit den anderen Vereinen, die sich noch beteiligt haben“, stellt Adrian Carstens als Organisator des schwimmenden Nikolausmarktes fest.

Wird es im nächsten Jahr eine Wiederholung geben?  „Es war schon phänomenal, was da in nur sechs Wochen organisiert werden konnte. Und wir haben natürlich schon den Ehrgeiz, dass das im kommenden Jahr mit längerem Anlauf eine noch rundere Sache werden soll. Vielleicht ist das ja der Beginn einer Tradition“, hofft Helgo Mayrberger, der Vorsitzende des Museumshafen Harburg.  (cb)